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Hundegesundheit

Zahngesundheit beim Hund: Zähne und Zahnfleisch im Blick

Zahnerkrankungen können lange unauffällig bleiben. Regelmäßige Kontrolle, wirksame häusliche Plaquekontrolle und tierärztliche Untersuchungen ergänzen sich.

Veröffentlicht 24. September 20269 Min. LesezeitAktualisiert 24. September 2026Redaktion HundsGesund4 Quellen

Kurzantwort

Plaque ist ein bakterieller Biofilm auf den Zähnen. Bleibt sie bestehen, können Zahnfleischentzündung und später Erkrankungen des Zahnhalteapparats entstehen. Regelmäßiges Zähneputzen ist die wichtigste häusliche Maßnahme gegen Plaque – bereits vorhandener Zahnstein und Erkrankungen unter dem Zahnfleisch brauchen jedoch eine tierärztliche Beurteilung.

Was passiert bei Plaque, Zahnstein und Parodontitis?

Plaque bildet sich als weicher Biofilm auf der Zahnoberfläche. Mineralisiert sie, entsteht Zahnstein. Entscheidend für die Gesundheit ist jedoch nicht nur das, was oberhalb des Zahnfleischs sichtbar ist: Entzündung und Gewebeverlust können sich auch unter dem Zahnfleisch entwickeln.

Plaque

Weicher bakterieller Biofilm, der sich fortlaufend auf der Zahnoberfläche bildet.

Zahnstein

Mineralisierte Ablagerung. Er ist sichtbar, zeigt aber nicht zuverlässig, wie es unter dem Zahnfleisch aussieht.

Gingivitis

Entzündung des Zahnfleischs, häufig mit Rötung, Schwellung oder Blutungsneigung.

Parodontitis

Entzündung und Verlust von Strukturen, die den Zahn im Kiefer halten; die Beurteilung benötigt eine professionelle Untersuchung.

Welche Zeichen können auf ein Zahn- oder Maulproblem hinweisen?

Mundgeruch

Deutlich neuer oder anhaltend unangenehmer Geruch kann bei Zahn- und Maulerkrankungen vorkommen.

Rotes oder blutendes Zahnfleisch

Entzündetes Zahnfleisch sollte nicht als reine kosmetische Veränderung abgetan werden.

Lockere oder beschädigte Zähne

Frakturen, Verfärbungen oder Zahnbeweglichkeit gehören tierärztlich beurteilt.

Schwierigkeiten beim Fressen

Einseitiges Kauen, Futter fallen lassen, weniger Appetit oder Schmerzreaktionen können auffallen.

Speicheln oder Pfote am Maul

Vermehrtes Speicheln und Reiben am Maul können bei Schmerzen oder Entzündung auftreten.

Was ist für die Zahnpflege zu Hause sinnvoll?

Merck und AAHA nennen regelmäßiges, möglichst tägliches Zähneputzen als besonders wirksame häusliche Plaquekontrolle. Ergänzende Produkte können sinnvoll sein, wenn sie für den Hund geeignet sind und ihre Wirkung nachvollziehbar geprüft wurde.

Was kann Zähneputzen nicht leisten?

Der sichtbare Teil eines Zahns erzählt zudem nicht die ganze Geschichte. Für eine vollständige Beurteilung von Parodontalerkrankungen können Untersuchung unter Allgemeinanästhesie, Sondierung und intraorale Röntgenaufnahmen erforderlich sein.

Keine Zahnsteinentfernung mit Werkzeugen zu Hause

Sichtbaren Zahnstein selbst abzukratzen beurteilt oder behandelt die Bereiche unter dem Zahnfleisch nicht und kann Zähne oder Weichteile verletzen.

Wann sollte das Maul tierärztlich untersucht werden?

Eine Maul- und Zahnkontrolle gehört zur regulären Vorsorge. Zusätzlich sollte ein Termin vereinbart werden, wenn neue oder anhaltende Auffälligkeiten wie Mundgeruch, entzündetes Zahnfleisch, lockere oder abgebrochene Zähne, Blutungen, Schmerzen oder Probleme beim Fressen auftreten.

Quellen & fachliche Grundlage