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Ohrenpflege beim Hund: Wann und wie reinigen?

Ohrenpflege bedeutet nicht, jedes Hundeohr routinemäßig zu reinigen. Entscheidend sind Ohrgesundheit, individuelle Neigung und gegebenenfalls tierärztliche Empfehlung.

Veröffentlicht 24. September 20267 Min. LesezeitAktualisiert 24. September 2026Redaktion HundsGesund3 Quellen

Kurzantwort

Gesunde, unauffällige Hundeohren müssen nicht automatisch regelmäßig gereinigt werden. Bei Hunden mit wiederkehrenden Ohrproblemen kann eine individuell angepasste Reinigung sinnvoll sein. Schmerzhafte, entzündete oder stark verschmutzte Ohren sollten zuerst untersucht werden.

Wann kann Ohrenreinigung sinnvoll sein?

Bei Hunden mit wiederkehrenden Problemen kann die Tierarztpraxis eine regelmäßige Reinigung zur Pflege empfehlen. Die Häufigkeit hängt vom individuellen Ohr, Feuchtigkeit, Sekret und der Vorgeschichte ab. Eine starre Wochenroutine passt deshalb nicht zu jedem Hund.

Wann sollte man ein Ohr nicht einfach selbst reinigen?

Wie funktioniert eine schonende Reinigung grundsätzlich?

Passenden Reiniger verwenden

Nur einen für den Hund geeigneten und bei Bedarf tierärztlich empfohlenen Ohrreiniger verwenden.

Gehörgang benetzen

Reiniger nach Produkt- beziehungsweise tierärztlicher Anleitung in den Gehörgang geben.

Ohransatz massieren

Den Ohransatz sanft massieren, damit sich Material lösen kann.

Hund schütteln lassen

Danach darf der Hund den Kopf schütteln und gelöstes Material nach außen befördern.

Nur erreichbares Material entfernen

Sichtbares Material vorsichtig mit geeignetem weichem Material aufnehmen, ohne tief in den Gehörgang zu drücken.

Was sollte bei der Ohrenpflege vermieden werden?

Wattestäbchen tief im Gehörgang

Sie können Material tiefer hineinschieben oder die Haut verletzen.

Essig- oder andere improvisierte Hausmittel

Reizende Mischungen können entzündete Ohren verschlimmern.

Beliebige Wachslöser

Nicht jedes frei erhältliche Produkt passt zu jedem Ohrzustand.

Routinemäßiges Haare-Zupfen

Haare sollten nicht ohne Grund aus dem Gehörgang gezupft werden; das kann selbst Entzündung auslösen.

Ohren beobachten statt überpflegen

Sinnvoll ist eine regelmäßige Sicht- und Geruchskontrolle: neue Rötung, Feuchtigkeit, Geruch, Ausfluss oder Berührungsempfindlichkeit fallen so früh auf. Hunde mit häufigen Ohrenproblemen brauchen möglicherweise einen individuellen Pflegeplan.

Pflege ist keine Behandlung

Ein entzündetes oder infiziertes Ohr braucht eine Diagnose und gezielte Behandlung. Reinigung allein behebt die zugrunde liegende Ursache nicht.

Quellen & fachliche Grundlage