Wann ist „viel trinken“ wirklich auffällig?
Entscheidend ist die Veränderung gegenüber dem normalen Verhalten deines Hundes. Hitze, mehr Bewegung, trockenes Futter oder salzhaltige Bestandteile können die Wasseraufnahme beeinflussen. Auffälliger wird es, wenn der Durst deutlich und anhaltend zunimmt oder gleichzeitig häufiger beziehungsweise größere Mengen uriniert werden.
Welche Ursachen-Kategorien kommen infrage?
Nieren
Bei chronischer Nierenerkrankung können vermehrtes Trinken und Urinieren zu den frühen klinischen Zeichen gehören.
Diabetes
Diabetes mellitus kann mit Polyurie, Polydipsie, vermehrtem Hunger und Gewichtsverlust einhergehen.
Hormonsystem
Cushing-Syndrom und andere endokrine Erkrankungen können die Wasseraufnahme deutlich erhöhen.
Medikamente / andere Erkrankungen
Bestimmte Medikamente und weitere systemische Erkrankungen können Durst und Urinmenge ebenfalls verändern.
Was solltest du bei vermehrtem Trinken beobachten?
Dauer
Seit wann trinkt der Hund deutlich mehr als sonst?
Urin
Muss er häufiger raus, setzt er größere Mengen ab oder passieren neue Unfälle im Haus?
Gewicht
Nimmt der Hund trotz normalem oder gesteigertem Appetit ab?
Appetit
Weniger, normal oder deutlich mehr Hunger?
Allgemeinzustand
Müdigkeit, Schwäche, Erbrechen, Durchfall oder andere neue Symptome?
Medikamente
Wurden kürzlich Medikamente begonnen oder verändert?
Wann sollte starkes Trinken abgeklärt werden?
Das Merck Veterinary Manual nennt übermäßige Wasseraufnahme als Grund für eine tierärztliche Vorstellung innerhalb von 24 Stunden. Besonders relevant ist die Abklärung, wenn das Symptom neu ist, anhält oder mit Gewichtsverlust, Schwäche, Erbrechen oder deutlich verändertem Urinieren auftritt.
Quellen & fachliche Grundlage
