Zur Themenwelt Gesundheit
Symptome

Durchfall beim Hund: Ursachen und Warnzeichen

Durchfall ist ein Symptom, keine Diagnose. Häufigkeit, Dauer, Kotbild, Begleitsymptome und Allgemeinzustand helfen bei der Einordnung.

Veröffentlicht 24. September 20268 Min. LesezeitAktualisiert 24. September 2026Redaktion HundsGesund3 Quellen

Kurzantwort

Durchfall kann kurzfristig und mild verlaufen, aber auch Zeichen einer relevanten Magen-Darm- oder Allgemeinerkrankung sein. Besonders wichtig sind Dauer, Häufigkeit, Blutbeimengungen, Erbrechen, Bauchschmerz, Flüssigkeitsverlust und der Allgemeinzustand.

Durchfall beim Hund richtig einordnen

Veränderungen von Konsistenz, Menge und Häufigkeit des Kots gehören zu den typischen Zeichen von Verdauungsstörungen. Aus dem Kotbild allein lässt sich die Ursache aber nicht zuverlässig bestimmen.

Eher Dünndarm-Muster

Häufig eher größere Kotmengen und weniger Pressdrang. Gewichtsverlust kann bei längerem Verlauf vorkommen.

Eher Dickdarm-Muster

Häufigerer Kotabsatz, kleinere Mengen, Dringlichkeit, Pressen und Schleim passen eher zu einer Beteiligung des Dickdarms.

Welche Ursachen kann Durchfall haben?

Durchfall kann aus sehr unterschiedlichen Gründen entstehen. Dazu gehören Veränderungen der Ernährung, Infektionen, Parasiten, Entzündungen, Störungen der Verdauung oder Aufnahme von Nährstoffen sowie Erkrankungen außerhalb des Darms.

Bei einzelnen Hunden können auch Futtermittelreaktionen eine Rolle spielen. Aus Durchfall allein lässt sich eine Futtermittelallergie jedoch nicht ableiten.

Was solltest du bei Durchfall beobachten?

Dauer und Häufigkeit

Seit wann besteht der Durchfall und wie oft setzt der Hund Kot ab?

Kotbild

Wässrig oder weich, Schleim, frisches rotes Blut oder schwarzer teerartiger Kot?

Begleitsymptome

Erbrechen, Schmerzen, Appetitverlust, Fiebergefühl, Müdigkeit oder Gewichtsverlust?

Flüssigkeit

Trinkt der Hund normal und kann er Flüssigkeit bei sich behalten?

Mögliche Auslöser

Futterwechsel, Abfall, Fremdkörper, neue Medikamente, Reise oder Kontakt zu erkrankten Tieren?

Wann sollte ein Hund mit Durchfall zum Tierarzt?

Starker Flüssigkeitsverlust kann zu Dehydratation und Elektrolytstörungen führen. Je jünger, kleiner, älter oder gesundheitlich vorbelasteter ein Hund ist, desto weniger Reserve kann er haben.

Auch Durchfall, der länger anhält oder wiederkehrt, gehört abgeklärt. Das Merck Veterinary Manual nennt Erbrechen oder Durchfall über mehr als 24 Stunden als Grund für eine tierärztliche Vorstellung innerhalb eines Tages.

Wie wird anhaltender Durchfall abgeklärt?

Je nach Verlauf können Anamnese und körperliche Untersuchung durch Kotuntersuchungen, Blut- und Urintests oder bildgebende Diagnostik ergänzt werden. Welche Tests sinnvoll sind, hängt vom individuellen Muster und den Begleitsymptomen ab.

Keine pauschale Hausmittel-Seite

HundsGesund gibt bei Durchfall keine pauschalen Medikamente oder Hausmittel vor. Behandlung und Fütterung hängen von Ursache, Alter, Allgemeinzustand und Schweregrad ab.

Quellen & fachliche Grundlage